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Home Archiv SEPTEMBER-AUSGABE 2009 |
HUNDEAUSBILDUNG IN IHRER GANZEN FASZINATION
Am 30.09.09 ist die September-Ausgabe 2009 der AkteHund an sämtliche Abonnenten und Interessenten direkt ab Druckerei versandt worden. Gerne stellen wir Ihnen die Themen in einer Zusammenfassung vor:
VOLL IM TREND Was zeichnet ein gutes Hundemilitary/Hunderally aus? Die Experten Beatrice Friedli, Nadin Matthews und Jan Nijboer antworten.
Hundemilitarys, auch Hunderallys genannt, erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit. Diese Freizeitbeschäftigung mit dem Hund liegt voll im Trend, denn mitmachen kann jeder Hundehalter, unabhängig davon, was für einen Hund er besitzt. Alter, Grösse und Rasse spielen keine Rolle. Auch die Hundehalter sind bunt gemischt. Gross und Klein, Alt und Jung begeben sich auf die vorgegebene Strecke, um sich an verschiedenen Posten den Geschicklichkeitstests für Hund und Mensch, den Gehorsams- und Plauschübungen für Hunde sowie den Wissensfragen für deren Besitzer zu stellen. Familien mit Kindern sind gern gesehene Teilnehmer und beim Sammeln von Punkten soll immer der Spass im Vordergrund stehen. Beatrice Friedli und Andrea Küchler, die Initiantinnen der Internetplattform www.hunderatgeber.ch, organisieren ein Military im Raum Fehraltorf SUI. Dieser Anlass dient als Beispiel für grundsätzliche Fragen rund um die Organisation von Hunderallys. Was ist ein gutes Hundemilitary und welchen Zweck erfüllt es? Eignet sich die Teilnahme tatsächlich für jedes Mensch-Hund-Team oder gibt es Ausnahmen? War für einem erzieherischen Aspekt kann ein Hunderally gerecht werden? Die drei Experten Beatrice Friedli, Nadin Matthews und Jan Nijboer schildern, worauf bei der Organisation zu achten ist und welche Voraussetzungen Hundehalter und Hund für eine Teilnahme mitbringen sollten.

OPTIMALE AUSLASTUNG FÜR DEN HUND 3. Internationale ZOS-Meisterschaft in Stuhr GER
Vom 11. bis 13. September 2009 veranstalteten Thomas und Ina Baumann die 3. Internationale ZOS-Meisterschaft bei ihrer Partner-Hundeschule DOG-CITY Bremen in Stuhr. Insgesamt gingen 68 Mensch-Hund-Teams an den Start und präsentierten eindrucksvolle Leistungen und begeisterte Vierbeiner. Mit viel Teamgeist erlebten sie spannende Wettkämpfe in der Zielobjektsuche ZOS.

SOZIALKONTAKT FÜR TIERHEIMHUNDE Caroline Stirnemann, Hundeschule «dogs-vision» – Gruppenhaltung im Tier- und Ferienheim Arolfingen in Rothrist SUI
Soziale Kontakte zu Artgenossen sind für Tierheimhunde und auch für Ferienhunde sehr wichtig. Kommunikation und Spiel ist eine wertvolle Form der Beschäftigung. Durch die Bewegung kann vorhandener Stress abgebaut werden, dem viele Hunde im Tierheim ausgesetzt sind. Die Hunde können aber durchaus mit Stress umgehen. Ein geregelter Tagesablauf, an welchem sie sich orientieren können, hilft ihnen dabei. Das gemeinsame Spiel ist fest ins tägliche Programm integriert und bietet eine willkommene Abwechslung.

DER HUNDEDIPLOM.AT Verein zur Qualitätssicherung in der Hundehaltung, Rankweil AUT
Durch intensive Forschung ist das Wissen über das Verhalten des Hundes und die Mensch-Tier-Beziehung enorm gewachsen. Moderne Lern- und Trainingsmethoden wurden entwickelt. Diese neuen Erkenntnisse müssen in die tägliche Arbeit mit Hunden und in die Ausbildung von Hundehaltern einfliessen. Dafür sind bestens qualifizierte Hundetrainer erforderlich. Der Verein hat ein in Österreich einzigartiges und richtungsweisendes Ausbildungskonzept entwickelt, das die Qualifizierung von Hundetrainern auf höchstem Niveau zum Ziel hat. International anerkannte Experten konnten als Referenten und Seminarleiter gewonnen werden. Das Land Vorarlberg ist von diesem Konzept überzeugt und fördert das Pilotprojekt, indem es die Teilnehmer finanziell mit einem grosszügigen Beitrag unterstützt.

ÜBERRASCHEND WENIG ERFOLGE Schweizer Meisterschaft für Militär- und Diensthundeführer 2009
Die Frauenfelder Allmend ist Austragungsort für die Schweizer Meisterschaft der Militär- und Diensthundeführer 2009. Organisatorin ist die Regionalgruppe Ostschweiz des Vereins Schweizerischer Militärhundeführer. Am ersten September-Wochenende treffen sich rund 120 Diensthundeführer der Armee, der Polizei, der Grenzwache sowie weiterer Behörden, welche Diensthunde in den Einsatz bringen, zum Wettkampf. Sie messen sich in den Klassen Militärischer Schutzhund, Betäubungsmittel-Spürhund, Sprengstoff-Spürhund und Rettungshund. Die gut organisierte Schweizer Meisterschaft läuft reibungslos und unfallfrei ab. Doch scheinbar unlösbare Aufgaben in den Sparten Militärischer Schutzhund und Sprengstoff-Spürhund führen zu einer sehr hohen Ausfallquote und damit verbunden zu Diskussionen und Enttäuschungen unter den Teilnehmern.

ZWISCHEN ÜBUNG UND ERNSTFALL Alpine Rettung Schweiz ARS – Übungsaufbau in der Geländesuche (2. Teil)
Die Ausbildung eines Geländesuchhundes ist aufwendig und braucht Zeit. Er wird darauf trainiert, in weitläufigem und unwegsamem Gebiet nach vermissten Personen zu suchen. Dem Hundeführer wird dafür eine bestimmte Fläche oder eine Wegstrecke vorgegeben. Alpines Gelände stellt besonders grosse Herausforderungen an ein Team. Viele verschiedene Situationen können trainiert werden, doch das Training wird sich immer von einem Ernsteinsatz unterscheiden. Die mentale Belastung, die der Hundeführer im Ernstfall auf sich nimmt, ist kaum nachzustellen. Doch es gibt eine Möglichkeit, wie ein richtiger Einsatz sehr realitätsnah durchgespielt werden kann. Marcel Meier, technischer Leiter des Hundewesens der Alpinen Rettung Schweiz, insziniert eine Überraschungsübung und lässt alle beteiligten Hundeführer im Glauben, es handle sich um einen Notfall.

DAS WUNDER VON IZMIT REDOG – Schweizerischer Verein für Such- und Rettungshunde, Vortrag von Elias Kalt, Einsatzleiter Katastrophenhunde, zum Thema «Rettungshundeführer werden, ja oder nein?»
Rettungshundearbeit wird oftmals verherrlicht und nicht selten haben Hundehalter vom tatsächlichen Ziel der Ausbildung und den damit verbundenen Strapazen eines Einsatzes ein völlig falsches Bild vor Augen. Umso wichtiger sind die Eindrücke, Erlebnisse und Erzählungen erfahrener Hundeführer, die von ihrer Arbeit in Katastrophengebieten berichten. Interessenten, die sich um die Ausbildung ihres Tieres zum Rettungshund bemühen, müssen wissen, worauf sie hinarbeiten und sich selbst kritisch hinterfragen, ob sie dieser Belastung auch tatsächlich gewachsen sind. Elias Kalt, Einsatzleiter für Katastrophenhunde bei REDOG, informiert die Interessenten in seinem Vortrag über Abläufe und Strukturen nach einer Alarmierung, über die Art und Weise des Transports ins Katastrophengebiet und die Gefahren, Belastungen und Strapazen, die dort zu erwarten sind. Wer ehrlich zu sich selbst ist, wird bereits nach diesen Ausführungen sagen können, ob die Herausforderungen seiner Persönlichkeit und auch derjenigen seines Hundes entsprechen oder eben nicht. Die Suche nach verschütteten Personen ist ein Wettlauf mit der Zeit und nur wer den inneren Drang verspürt Menschenleben zu retten, selbst gesund und körperlich und mental belastbar ist, wird im Falle eines Einsatzes aufgeboten.
Gerade in diesen Tagen kämpfen die Hundeführer von REDOG als Mitglieder der Rettungskette Schweiz in Indonesien um das Leben verschütteter Menschen. Mit grosser Hochachtung denken wir an sie und wünschen ihnen bei diesem Einsatz viel Kraft! Mögen sie alle gesund nach Hause zurückkehren!
Kitty Simione, Redaktion AkteHund, 4. Oktober 2009
Sämtliche Mitglieder der Rettungskette Schweiz sind glücklicherweise gesund in die Heimat zurückgekehrt. Wir freuen uns sehr darüber und wünschen den Rettern die Stärke, das Erlebte in positivem Sinne verarbeiten zu können.
Kitty Simione, Redaktion AkteHund, 8. Oktober 2009
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